RAW

Als ich das erste mal den Begriff ‚RAW‘ gehört habe konnte ich erst ein mal gar nichts damit anfangen. Was ist das und wozu brauch man es, habe ich mich damals gefragt.

Heute ist dieses Wörtchen ein klarer Bestandteil meiner Fotografie. Doch was ist RAW jetzt eigentlich? Eine RAW-Datei ist eine Bilddatei in welcher alle vorhandenen Bildinformationen gespeichert werden. Ein JPG dagegen ist eine Komprimierung dieser Bildinformationen. Ähnlich ist der Vergleich in der Musik zwischen einer CD und einer MP3 Datei.

Das heißt in einem RAW Bild sind mehr Informationen gespeichert, als in einem JPG. Das merkt man oft auch an der Dateigröße. Ein RAW Bild aus meiner D7100 hat ca. 30MB. Um ein JPG Bildschirmfüllend auf meinem 13“ Laptop in guter Qualität anschauen zu können reichen 1-2MB pro Bild.

Aber wenn ich das Bild doch auch mit 1-2MB in JPG Qualität gut anschauen kann, warum brauche ich dann 30MB große Bilder aus der Kamera? Weil genau hier die Bildbearbeitung ins Spiel kommt. Heutzutage sieht man so gut wie kein Bild in der Öffentlichkeit, welches nicht mit Photoshop oder ähnlichen Programmen bearbeitet worden ist. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Selten hat das ausreizen dieser Möglichkeiten noch etwas mit Realität zu tun. Es gibt genügend Beispiele von Filmplakaten oder Cover von Magazinen wo es vorher/nachher Bilder ins Netzt geschafft haben. Die ganzen Supermodells sind auch nur Menschen und keine Barbiepuppen. Aber zurück zum Thema.

Mit der RAW Datei kann man zwar Schindluder treiben in der Bildbearbeitung, aber man kann auch künstlerisch noch sehr viel mehr aus dem Bild herausholen, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Ich benutze Lightroom, welches mir neben einer Bildverwaltung auch Möglichkeiten der Bildbearbeitung bietet. Hier wird dem Bild noch der letzte Feinschliff gegeben.Mal tut es dem Bild gut ein bisschen wärmeren Farbton zu bekommen, mal brauch es etwas mehr Kontrast. Mit der RAW habe ich diese Möglichkeiten, da die Informationen in dem Bild drin stecken, in einem JPG wären sie verloren. Ein sehr schönes Beispiel ist dieses Bild von Lukas.

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Ihr könnt ihn nicht sehen? Ich auch nicht. Trotzdem ist er da. Das Bild wurde während einem Konzert von newJoyce aufgenommen. Obwohl ich auf ISO 3200 war habe ich einfach nur schwarz auf meinem Bildschirm gesehen. Ich habe das Bild aber nicht gleich gelöscht, da ich wusste ich habe in RAW fotografiert und es mich interessiert hat, was ich aus einem so schwarzen Bild noch rausholen kann.

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Wie ihr seht, da ist Lukas. Das ist das identische Bild wie oben, nur ein mal unbearbeitet und ein mal bearbeitet. Das zeigt für mich wie wichtig es für mich ist in RAW zu fotografieren, es gibt mir einfach ein paar zusätzliche Möglichkeiten in der Bildbearbeitung.

Batteriegriff für die D7100

Seid ein paar Tagen habe ich den MB-D15 in meinem Besitz. Dies ist der Nikon Batteriegriff für die D7100. Der Grund warum ich mir diesen Griff gekauft habe und nicht eine günstigere Alternative war meine Recherche. Ich habe herausgefunden, dass es viele Batteriegriffe gibt welche durchaus positiv bewertet werden. Alle Knöpfe funktionieren und auch sonst passt fast alles. Leider gibt es immer 1-2 Schwachstellen bei diesen günstigen Varianten. Erstens: die Verarbeitung; zweitens: es kann passieren, dass der Griff nicht richtig sitzt und wackelt.

Dies hat mich dazu bewegt doch den Batteriegriff von Nikon zu kaufen. Die höheren Kosten hin oder her, wenn ich für einen Batteriegriff Geld ausgebe, dann soll er sitzen und sich gut anfühlen.

Diese Aufgabe erfüllt der MB-D15 super. Er sitzt fest an der D7100 und fühlt sich genauso an wie die Kamera. Hochwertig verarbeitet und umgesetzt, so wie ich es bis jetzt von Nikon gewöhnt bin. Kurzum: ich bin voll und ganz zufrieden damit.

 

Doch warum überhaupt einen Batteriegriff? Die verlängerte Akkulaufzeit ist natürlich ein Grund, aber die Laufzeit eines normalen Akkus ist schon in sehr vielen Situationen ausreichend. Mir ging es vor allem um das Gefühl, wie die Kamera in der Hand liegt. Sie wird etwas schwerer, damit verlagert sich der Gewichtsmittelpunkt der Kamera mehr in Richtung Body, auch bei größeren Objektiven. Zudem habe ich große Hände, durch die Vergrößerung des Bodys habe ich jetzt mehr Platz für meine Hände und dadurch die Kamera besser im Griff.

Für mich hat sich der Kauf rentiert, aber das muss jeder selbst entscheiden, ob und warum man einen Batteriegriff braucht.

Ausprobiert: Blackrapid R-Strap RS-Sport

Gestern habe ich mal ein neues Tragesystem ausprobiert. Nachdem ich die letzten Jahre immer mit dem normalen Tragegurt von Nikon hantiert habe, wurde es Zeit für einen Wechsel.

Der Grund für einen Wechsel: Bei längerem Gebrauch des Nikon Gurtes schnitt dieses mir in den Nacken. Aus diesem Grund habe ich mir den Gurt oft einfach nur um mein Handgelenk gewickelt, damit wenigstens ein gewisser Halt gegeben war.

Meine Wahl traf den R-Strap RS-Sport von Blackrapid. Der Grund hierführt war der vermeintlich bessere halt, da ich ihn zum Beispiel auch auf dem Fahrrad mitnehmen möchte.

Wie ich den Blackrapid benutze:
Ich habe den Gurt so eingestellt, dass die Kamera etwas oberhalb der Hüfte hängt. Diese Einstellmöglichkeit ist komfortabel und praktisch, da man die Kamera an dem Ort justieren kann, wo man sie haben möchte.

Negativ anzumerken ist: An der Schulter sitzt er bei mir nicht richtig und fest und das untere Teil (also das Band unter der Achsel) stört am Anfang. Ob und inwiefern sich der Gurt mit einem Rucksack kombinieren lässt konnte ich auch noch nicht auf längere Zeit ausprobieren, der erste Eindruck war jedoch: es ist möglich.

Dennoch ist es ein Fortschritt von dem Standard Nikon Gurt. Mein Hals wird etwas geschont, die Kamera schlackert nicht mehr überall hin und her und ist trotzdem sofort Griffbereit.